Facebook oder nicht Facebook

(Quelle: blog.commerce4.de / Autor: Markus Weber) Facebook ist nicht alles. Einst mit dem arabischen Frühling gekrönt, ist es heute mit der Meinungsfreiheit manchmal nicht weit. Spätestens, wenn die Freundschaftsanfragen der Eltern kommen, überlegt sich der Nachwuchs woanders zu posten. Schöner Beitrag … absolut lesenswert!

Das Durchschnittsalter bei Facebook

Vor fünf Jahren betrug das Durchschnittsalter der Deutschen knapp 30 Jahre – allerdings nur auf Facebook. In der realen Welt waren wir da schon bei 42 Jahren. Mit steigender Tendenz – auch im Durchschnitt, da immer weniger Deutsche geboren werden und die Lebenden deutlich älter werden.

Was hat das mit Ihrem Unternehmen zu tun? Ganz einfach: Wenn sich die virtuelle Welt immer mehr der realen Welt nähert, dann werden wir auch im Internet schnell älter. Egal, wie unsere Profilbilder aussehen. Darauf müssen Sie sich auch einstellen.

Außerdem ist Facebook nicht alles. Einst mit dem arabischen Frühling gekrönt, ist es heute mit der Meinungsfreiheit manchmal nicht weit. Spätestens, wenn die Freundschaftsanfragen der Eltern kommen, überlegt sich der Nachwuchs woanders zu posten. Facebook dürfte als Talentschmiede für freien Journalismus seine besten Zeiten gehabt haben.

Immer wieder verschieben sich die Anteile in den Netzwerken. Social Media ist weit mehr geworden als nur Facebook. Jeder nutzt WhatsApp, immer mehr von uns Instagram und vor allem die Jüngeren Snapchat. Letzteres ist echt erfolgreich und macht wieder richtig Spaß. Ein Grund mehr, warum die Werbewirtschaft nach neuen Formaten giert und immer wieder versucht, es zu kommerzialisieren.

Der Erfolg hat Grenzen

Facebook hat es geschafft, eine lukrative Werbeplattform zu werden. Die Werbeausgaben werden größer und die Werbetreibenden immer prominenter. Vorbei sind die Zeiten, als man allein auf Google gesetzt hat und sich die Marketingbudgets auf AdWord-Kampagnen und Bannerwerbung verteilten.

Aber wie soll man mit den vielen Kanälen umgehen? Muss man mit eifrigen Aktionismus gleichsam alle Kanäle gleichmäßig beschallen? Oder sollte man lieber die Kanäle ins Visier nehmen, die bei der Zielgruppe ganz oben stehen? Hier kommen vielleicht sogar noch ganz Plattformen, wie Twitter oder Pinterest ins Spiel. Nur dabei zu sein, ist selten gut. Vielmehr kommt es auf eine Strategie an, die potentielle Käufer dort abholt, wo sie wirklich sind, um sie dort hin zu bringen, wo Ihr Unternehmen den größten Nutzen erzielt.

Echt Cool „Alter“

Der Coolness-Faktor ist nicht so wichtig, wie die Verkaufszahlen. Facebook ist in die Jahre gekommen, professioneller geworden und besonders junge Leute ziehen ab. Aber dafür kommen auch immer mehr in diese Plattform, die sie früher gemieden haben. Menschen, die vielleicht mehr Geld ausgeben, als ihre Kinder. Weniger cool, aber kaufwilliger.

Das „Gefällt mir“ und gefällt mir auch nicht. Wichtig ist, dass wir jeden neuen Tag bei den neuen Trends am Ball bleiben. Ich bleibe dabei. Also doch Daumen rauf!

Ihr Markus Weber